wenn wilde vögel fliegen

Spartipps für Australien

[enthält unbezahlte Werbung]

In diesem Beitrag möchten wir euch ein paar Spartipps für eure Zeit in Australien geben – quasi Backpacker-Überlebenstipps. 🙂 Wir hoffen, dass ihr eure Reisekasse mit unseren Erfahrungen und Recherchen etwas schonen könnt. (Stand Februar 2018, nach bis dato 4 Monaten Down Under)

# 1 Lebensmittel

Lebensmittel erscheinen in Australien im Vergleich zu Deutschland auf den ersten Blick ziemlich teuer… Das sind sie tatsächlich, aber wenn ihr ein paar Tricks beachtet, lässt sich hier und da ordentlich sparen:
  • Auf Angebote achten:
Die absolute Regel Nr. 1, eigentlich auch aus Deutschland bekannt… Checkt die Angebote!
  • Häufig findet ihr diese deutlich gekennzeichnet bereits im Eingangsbereich. Hier schauen wir immer erstmal etwas genauer.
  • Die Obst- und Gemüseabteilung wirbt regelmässig mit "7 day deals", bei denen ihr ab und zu richtig günstig zuschlagen könnt. Generell gilt hier: Saisonal einkaufen! Was gerade Erntezeit hat, ist deutlich günstiger. Und schmeckt doch auch viel besser, oder?
  • In den Kühlregalen findet ihr oft eine "Restekiste" mit stark reduzierten Artikeln, die bald ablaufen. Wie wär's mal mit einem sonst unbezahlbaren Joghurt?
  • Aber auch recht unscheinbar zwischen allen anderen Artikeln verstecken sich immer mal Schnäppchen, die durch einen Aufkleber gekennzeichnet sind. Einfach mal ein bisschen genauer hinschauen, vielleicht kostet der 3$-Lieblingsdip heute mal nur 40 Cent?
  • 1-2 Stunden vor Ladenschluss lassen sich nicht selten richtige Angebote schießen. Für uns die beste Einkaufszeit! Vor allem bei den Backwaren und in der Obst- und Gemüseabteilung wird von fleissigen Mitarbeitern in Rekordzeit reduziert. Bekommen wir das mit, ziehen wir den Einkauf gerne mal künstlich in die Länge. 🙂
  • Preise vergleichen:
Auch in Australien gibt es, neben den großen Supermarktketten (u.a. Coles und Woolworths) einen Discounter (ALDI), allerdings nicht ganz so weit verbreitet. Befindet sich eine solche Filiale gerade in eurer Nähe, lohnt sich der Gang dorthin auf alle Fälle! Wenn ihr nicht so sehr auf bestimmte Marken wertlegt, schont der Discounter-Einkauf den Backpacker-Geldbeutel ungemein. Wir persönlich nehmen dafür auch gerne mal ein paar Kilometer Umweg in Kauf.
  • Regional kaufen - Märkte und Straßenstände:
Beim Obst- und Gemüsekauf lernten wir in Australien schnell umdenken. Während in Deutschland das günstigste Obst und Gemüse meist bei den Discountern zu erwerben ist und ein Gang auf den Wochenmarkt hingegen ordentlich zu Buche schlägt, kauft man Frisches in Down Under am Günstigsten direkt von den Farmern. Diese bieten ihre Produkte auf regionalen Märkten an (vor allem am Wochenende) oder, euer größtes Glück, sie errichten kleine Straßenstände auf Vertrauensbasis. 2kg Bananen für 2$? 1 Avocado für 1$? Günstiger geht nicht, also Augen offen halten, wenn ihr in Anbaugebieten unterwegs seid!

  • Filterflaschen besorgen:
Ohne Wasser geht gar nichts! Und der tägliche Verbrauch pro Kopf ist bei australischen Temperaturen nicht zu unterschätzen. Schon in Deutschland haben wir hauptsächlich Leitungswasser getrunken, warum also in Australien plötzlich Wasser kaufen? Ein großer Unterschied besteht allerdings: Das australische Leitungswasser schmeckt in den meisten Fällen sehr (und ja, wir meinen sehr :)!) chlorig. Ihr werdet euch zwar sicher daran gewöhnen, aber es gibt eine gute Möglichkeit, den Schwimmbad-Geschmack etwas zu reduzieren: Filterflaschen! Für 15-20$ (+Wechselfilter) bekommt ihr diese super Teile zum Beispiel bei BigW, Coles oder Woolworths. Das Wasser wird dadurch viel genießbarer und eine Trinkflasche für unterwegs ist so oder so eine gute Investition. Seid ihr, wie wir, die meiste Zeit ohne feste Unterkunft mit dem Auto unterwegs und fragt euch, wie ihr überhaupt an trinkbares Leitungswasser kommen sollt? Dann könnt ihr euch über die unzähligen öffentlichen Wasserspender sehr freuen! Meist in oder um Parkanlagen zu finden, sind sie eine perfekte Möglichkeit, die Trinkwasservorräte unterwegs immer wieder aufzufüllen. Wir füllen dort nicht nur unsere Trinkflaschen, sondern sogar ganze Kanister auf, die uns dann über mehrere Tage bringen. Sehr backpackerfreundlich!

Sparen beim Einkauf und günstige Backpacker-Küche hin oder her: Ab und zu haben auch wir einfach keine Lust auf Kochen. Auswärts essen kann in Australien eine ziemlich teure Angelegenheit werden… Domino’s sei Dank ist aber zumindest eine Pizza drin! 🙂 Die auch aus Deutschland bekannte Fastfood-Kette bietet sogenannte Value-Pizzas (8 verschiedene Variationen mit abgespeckten Belägen zur Auswahl) für unglaubliche 5$ (etwas über 3 Euro) an – günstiger geht nicht und die Pizza kann sich wirklich sehen lassen.

# 2 Benzinpreise

Wer Australien mit dem eigenen Auto bereist und längere Strecken zurücklegt, wird schnell bemerken, dass die Tankfüllungen einen großen Teil des Reisebudgets ausmachen. Zwar ist das Benzin hier in OZ eine ganze Ecke günstiger als in Deutschland, jedoch läppert sich da schnell ordentlich was zusammen. Drei Tipps, wie ihr günstiger tankt:
  • Preise vergleichen:
Die App “PetrolSpy” checkt für euch die Benzinpreise in der Umgebung (Achtung! Nicht immer tagesaktuell) und zeigt euch auf einer Karte an, wo ihr gerade am günstigsten tanken könnt. Es kann manchmal gut und gerne 10 Cent Unterschied pro Liter ausmachen, ob ihr an einer x-beliebigen Tankstelle auf dem Weg oder stattdessen in der angezeigten Seitenstraße tankt. Klare Empfehlung von uns!
  • Rabattaktionen nutzen:
Diverse Geschäfte, zum Beispiel die Supermarktketten Woolworths oder Coles, haben Kooperationen mit Tankstellen. Ab einem gewissen Einkaufswert und mit etwas Glück findet ihr auf eurem Kassenbon einen Rabattgutschein, den ihr an teilnehmenden Tankstellen vorzeigen und sparen könnt, z.B. immerhin 4 Cent pro Liter.

Ausserdem erhalten wir beim Begleichen der Tankrechnung mit einer unserer Kreditkarten (Santander 1plus Visa) nachträglich 1% Tankrabatt wieder auf’s Kreditkartenkonto gutgeschrieben. Eher nur Centbeträge, aber immerhin. Checkt doch mal, wie es bei euren Kreditkarten so aussieht!?
  • In (Groß-)Städten volltanken:
Die Benzinpreise in größeren Städten unterscheiden sich häufig recht deutlich vom ländlicheren Raum. Starteten wir unseren Roadtrip in Brisbane mit extrem günstigen 1,15$ pro Liter Unleaded 91, so freuten wir uns wenige 100km später schon über 1,35$. Immernoch in Küstenregionen, wohlgemerkt! Also in Großstädten immer schön volltanken und wenn ihr Platz habt, auch noch einen Kanister füllen.

# 3 Internet

Wir persönlich haben uns unter anderem aus Kostengründen gegen das mobile Internet auf dem Handy entschieden. Wir nutzen eine simple Prepaidkarte ohne Flatrate zum Telefonieren und simsen und greifen unterwegs auf verschiedene gratis Wifi-Hotspots zu, zum Beispiel hier:
  • Öffentliche Bibliotheken:
Absolut genial ist in Australien die Möglichkeit, öffentliche Bibliotheken, die es selbst in kleinen Städten gibt, zu nutzen. Sie bieten gratis WLAN und wir laden gleichzeitig all unsere elektronischen Geräte auf, während wir dort entspannt sitzen. Mit der Internetgeschwindigkeit kann man zum Teil keine großen Sprünge machen, sprich nichts Großes up- oder downloaden, aber zur Recherche reicht’s allemal immer.
Unser Mobilfunkanbieter (Telstra) bietet seinen Kunden mit dem Service “Telsta-Air” an ausgewählten Orten freies, verhältnismäßig schnelles Internet (im Vergleich zu gewohnten Geschwindigkeiten aus Deutschland immernoch ein Witz :-)) Bedingung: Ihr benötigt Guthaben auf eurem Prepaid-Konto. Die Spots sind relativ weit verbreitet, also auch in kleineren Orten zu finden und sehen aus wie normale Telefonzellen mit einem WLAN-Zeichen. Hier können wir sogar Videos hochladen, wenn wir viel Geduld mitbringen. Und whatsapp-calls funktionieren auch einwandfrei! Vielleicht eine Option für euch?
  • Diverse Hotspots:
Wenn ihr nur mal eben etwas googlen oder ein paar whatsapp-Nachrichten verschicken wollt, könnt ihr diverse Hotspots in Shoppingmalls, Fastfood-Restaurants, Supermärkten (Woolworths hat eine durchaus passable Verbindung) oder Banken nutzen.

# 4 Geld abheben

Erstattet euer Kreditkartenunternehmen keine Fremdgebühren von Automatenbetreibern (nicht zu verwechseln mit den allgemeinen Auslandsgebühren!), bleibt ihr auf den Kosten von rund 2$ pro Abhebung sitzen. Ihr könnt diese Gebühren in den meisten Fällen umgehen, indem ihr an den Automaten der Filialen direkt abhebt und nicht etwa an solchen, die die Banken zum Beispiel in Shoppingmalls aufstellen. Die Automaten sehen identisch aus, sind es aber bezüglich der Gebühren nicht.

# 5 Übernachtungen

Als Deutsche wurde uns die Freude am Camping ja quasi in die Wiege gelegt… 🙂 Jedoch wussten wir vor unserer Australienzeit noch nicht, WIE günstig das Ganze eigentlich geht. Australien bietet quer über den Kontinent die wunderbare Möglichkeit des Free-Campings, sprich Camping für lau. Ob auf Autobahnraststätten oder normalen Parkplätzen, in Wäldern oder Grünanlagen oder National Parks, es gibt unzählige Möglichkeiten, jedoch solltet ihr dabei stets auf Schilder achten, die es nicht offiziell verbieten, denn sonst kann es unter Umständen ziemlich teuer werden. Wir für unseren Teil greifen fast ausschließlich auf diese Möglichkeit des Free-Campings zurück, um unsere Übernachtungskosten so gering wie möglich zu halten. Wir schlafen in unserem eigenen, selbst ausgebauten Mitsubishi Pajero 4WD und haben diverses Camping-Equipment sehr günstig bei verschiedenen Läden, wie zum Beispiel Kmart oder BigW, erstanden. Andere Backpacker wählen zum Beispiel (Dach-)Zelte oder Campervans – alles ist möglich. Genialer Weise stehen auf den meisten Plätzen kostenlose Toiletten und manchmal sogar Duschen zur Verfügung. Mal mehr und mal weniger sauber, mal Spülung, mal Plumsklo, mal mehr, mal weniger Strassenlärm – aber for free. So what? Zur Auswahl der Freecamping-Spots nutzen wir die drei populärsten Apps für’s Smartphone: Campermate, Wikicamps oder Travellers Autobarn. In den meisten Fällen findet ihr dort neben den Ortsangaben auch Bewertungen der jeweiligen Spots oder andere nützliche Hinweise, jedoch empfehlen wir, euch immer ein eigenes Bild zu machen. Teilweise wurden wir vor Ort von den wunderschönsten Plätzen überrascht, von denen wir, wäre es nach den Apps gegangen, lieber Abstand genommen hätten. 🙂 Wir sind absolut begeistert und dankbar für diese kostengünstige Art des Reisens in Australien!

# 6 Freizeitaktivitäten

Schöne Unternehmungen müssen nicht immer etwas kosten. Drei Möglichkeiten, wie ihr bei eurer Freizeitgestaltung sparen könnt:
  • Wildlife(!):
Liebe Leute, ihr seid in Australien! Dieser Kontinent hat so eine unglaublich beeindruckende Natur und so viele faszinierende Tiere zu bieten, denen ihr in freier Wildbahn begegnen könnt. Koalas, Kängurus, Wallabies, Wombats, Papageien, Wale, Delfine und viele andere werden eure Wege eventuell kreuzen – mal zufällig, mal nach etwas Recherche, um die Hotspots heraus zu finden. Natürlich gehört auch ein Quäntchen Glück dazu, aber gerade das macht, zumindest für uns, die Faszination aus. Spart euch doch die Eintrittsgelder für Zoos, Delfinarien und dergleichen und haltet stattdessen einfach die Augen offen. Als positiven Nebeneffekt boykottiert ihr damit die kommerzielle, nicht artgerechte Haltung vieler Tiere! Manchmal ist weniger mehr…
  • Free Walking Tours:
Die australischen Großstädte, zum Beispiel Brisbane, Sydney oder Melbourne, bieten sogenannte kostenlose Stadtführungen (Free Walking Tours, I’m free Tours o.ä.) an, mit denen ihr die Stadt noch einmal ganz anders erkunden könnt als nur auf eigene Faust. Am Schluss der Touren wird eine freiwillige Spende erbeten – wie ihr damit umgeht, bleibt natürlich euch überlassen.
  • Museen:
Ihr habt Lust auf ein bisschen Kultur? Es gibt unzählige Museen in Australien, die keine Eintrittsgelder verlangen, zum Beispiel das National Museum of Australia in Canberra oder das Museum of Contemporary Art in Sydney. Checkt mal aus, wie es in eurer Nähe aussieht.

Wir wünschen euch eine ganz tolle Zeit im wunderbaren Australien und viel Freude mit den Überraschungen und Schnäppchen, die das Leben für euch bereithält. =)

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